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Dunkelheit

Tief im Herzen, rot wie Glut,
bringt ihr Schmerzen, verbrennt ihr Blut,
tief im Dunkel leises Flüstern,
böse, grausam, gierig lüstern,
lauern Schatten, schwarz.
Raubtieraugen, gold wie Harz.

Haare flattern leicht im Wind,
flüchtig küsst er's, wie ein Kind.
Blasse Haut, hell wie frischer Schnee,
schlanke Füße, nackt auf grünem Klee.
Rot die Lippen, voll der Mond,
der hoch am Himmelszelt thront.

Rauer Fels, kalter Stein,
steht sie dort im hellen Schein.
Harrt an den Klippen still,
nicht sicher, ob sie dies Schicksal will,
lächelt stumm, geht den Schritt,
raubt den Zauber, nimmt ihn mit.

Mit nassem Griff, die Arme schnellen,
ziehen sie tief unter brausend' Wellen.
Ruhige See, weiß und finster blau,
tiefe Wolken, trübe, grau.
An den Klippen steht ein Pfau,
langsam sammelt der Klee den Tau
wie tausend trauend' Tränenmeer,
vermissen sie das Mädchen sehr.

1.4.09 14:07


Flammenteufel

 

Flammenzungen ziehen zügig voller Gier,
verbrennen alles, geschaffen zum vernichten schier.
Über's Meer nähert sich ein Boot,
Glühend durch die Finsternis, scheinen Augen rot,
scheinen gräßlich, versprechen Tod.

Bald schon versinkt das Land im Rauch,
so scheint es zu sein des Hexers Brauch,
webt ein Netz aus Schatten, zerstört mit Feuer,
doch der Preis der Magie ist teuer.

In der Welt einen schweren Stand,
ohne zögern setzt er seine Feinde in Brand.
Einer Frau entfährt ein ängstlicher Schrei,
kaum öffnet sie den Mund, ist es vorbei.
Eilig viele Soldaten rennen herbei,
dem Hexer, dem ist das einerlei.

Grün und schwarz flimmert die Luft herum,
in weiter Ferne, schlägt die Uhr, die Zeit ist um.
Süßlich, schwer riecht es nach Blut,
unbeschwert steht der Hexer, fühlt sich gut.
Betrachtet die Seelen die er genommen,
fühlt nach der Kraft, die durch seine Hände geronnen.

Schwarz der Himmel, lautlos die Nacht,
schwarz die Seele, dunkel die Macht.

Flieht, lauft rasch fort,
zögert nicht, fragt kein Wort!
Schaut, könnt ihr es nicht sehen?
Lauf, versucht nicht es zu verstehen!
Lauscht, könnt ihr es nicht hören?
Dunkle Formeln zum beschwören!
Lauf, lauft ohne Hab, Gut und Beutel,
lauft, lauft, da kommt der Feuerteufel!

1.4.09 14:06


Tag und Nacht

 

Ein Unterschied wie Tag und Nacht,
das eine aus Licht, das andere aus Schatten gemacht,
das eine hell das andere dunkel,
herrscht um Beide lautes Gemunkel.
"Sollen sie reden", sprach der große Mond,
der weit oben am Himmelszelt wohnt.
"Nein..", widersprach die strahlend' Sonne,
"Diese Nachrede ist ihnen eine Wonne!"
 
Der Mond betrübt über ihre Trauer,
überspang jede Hecke und Mauer,
die Sonne zu haschen und lieben,
zählte Stunden und Tage die verfliegen.

Die Sonne jagte Minuten und Jahre,
suchte wie im Wahn das Wahre,
Hört auf die Rufe, hört auf die Reden,
versucht auf Unterschiede nicht's zu geben.

Am End' mussten sie es verstehen,
Tag und Nacht, können nicht Seite an Seite gehen.

1.4.09 14:05


Rabenflug


Schwarz wie die Nacht, ist dein Gefieder,
frei, von niemandem gehalten, trägst du kein Mieder.
Gelb wie die Sonne, voller Weisheit deine Augen,
beginnst du langsam Luft in deine Lungen zu saugen,
breitest deine Schwingen aus,
verlässt uns, ziehst hinaus.
Zurück bleiben die Menschen, ihre Herzen voller Trug,
blicken voller Bewunderung in den Himmel, auf deinen Flug.

Rein ist dein Herz, wie das Licht.
ertönt deine Stimme, so klar, dass schnell das Eis aufbricht.
Der Wind trägt dich hoch, hoch zu den Sternen,
dort wartest du und hoffst, die Menschen könnten lernen,
Zusammenhalt, Freundschaft, Stolz und Ehre,
denkst, dass es doch so einfach wäre,
könnten sie nahe zusammen stehen, als Einheit verbunden,
doch all diese Gaben, mit der Zeit verschwunden,
hoffst du ohne Erfolg für uns bis in die Ewigkeit.

Jahre vergangen, selbst Zeit wird alt,
dunkel die Welt, von Schnee bedeckt, eiskalt.
Missgunst, Neid und Hass regiert,
Alte Werte, Mut und Hoffnung verliert
Vergangene Zeiten, Mythen und Held,
weichen Schlachten und Mord für Geld.
Der Flug des Raben langsam vergessen,
die Welt im Wandel, auf neues bemessen,
verliert ihren Zauber Schritt für Schritt,
reißt uns alle in in die Dunkelheit mit.

 

1.4.09 14:03


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